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Von memoQ zu Trados und wieder zurück

Wir als Übersetzungsdienstleister mit langjähriger Erfahrung im Bereich technischer Fachübersetzung können und wollen Probleme bei der Konvertierung von Dateien nicht ignorieren. Dies sollte kein Hindernis sein, ein Projekt anzunehmen, zu übersetzen und als hochwertige Übersetzung – im gewünschten Format – zurückzuliefern.

Viele Dateitypen lassen sich nicht sofort bearbeiten und müssen vorbereitet werden. Zudem müssen wir oft mit verschiedenen Translation Memory Systemen arbeiten, da ein Übersetzer zwar inhaltlich für eine Übersetzung optimal passt aber nicht über das gewünschte CAT Tool verfügt. Genau hier zählen wir auf die Interoperabilität zwischen den Translation Memory Systemen memoQ und SDL Trados Studio.

Von memoQ zu Trados

Auf der Suche nach Lösungen, wie wir memoQ-Projekte mit SDL Trados bearbeiten und wieder in memoQ zurückfließen lassen, sind wir bei SDL OpenExchange – dem App Store von SDL – fündig geworden. Dort kann man sich einen Dateifilter[1] herunterladen, mit dem sich memoQ-Dokumente in *.mqxlf-, *.mqxliff- und *.mqxlz-Format konvertieren und in SDL Trados Studio importieren, bearbeiten und wieder exportieren lassen. In SDL Trados 2015 ist dieser Filter bereits integriert.

Einen kleinen Haken gibt es noch: SDL Trados erkennt nur memoQ-Dateitypen, nicht aber Paketdateien. Wie kommt man nun zu den Dateien, die im Paket enthalten sind? Ganz einfach: Man benennt die Dateiendung der Paketdatei in *.zip um. Nun kann das Paket mit jedem gängigen Zip-Programm entpackt werden und die darin enthaltenen *.mqxlz-Dateien können in Trados eingelesen werden. Der Übersetzung steht nichts mehr im Wege.

Wichtig ist schlussendlich noch die richtige Darstellung von Tags, denn memoQ und Trados unterscheiden sich hier. Sollten Tags Sie daran hindern Ihre Datei problemlos zu exportieren, so kommen Sie leider nicht am guten alten Copy & Paste vorbei. Der Übersetzer erkennt diesen Fehler oft nicht, denn das Rückpaket lässt sich problemlos erstellen. Es ist die Aufgabe des Projektmanagers diese Schwachstelle in der Toolkette zu beheben, noch bevor er versucht, die zielsprachliche Datei zu erstellen.

Fertig ist die Hexerei mit der Textdatei.

Ein wichtiger Schritt darf vor Lieferung nicht vergessen werden: Da memoQ nicht wie Trados automatisch auf das nächste unbestätigte Segment „hüpft“, kann man sich entweder alle unbestätigten Segmente anzeigen lassen und diese bestätigen oder man bestätigt gleich alle Segmente noch einmal, denn sicher ist sicher und in der Technik geht Sicherheit bekanntlich vor.

[1] http://appstore.sdl.com/de/app/file-type-definition-for-memoq-xliff/301/

Rückpakete empfangen (von Trados zu memoQ)

Achtung, der Schein trügt: Hier kommt es zu den meisten Fehlern, denn das Rückpaket sieht wie jedes andere Paket aus, das der Übersetzer erstellt.

Solche Pakete lassen sich nicht einfach so rückimportieren, einige Tricks helfen dabei. Der wichtigste Schritt: Legen Sie immer eine Sicherheitskopie an!

Stand: 2017